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12

C R O S S M E D I A

5 . ) W E R ?

Last but not least: Es wird viel über Content Marketing

geschrieben. Paid Media, Owned Media, Earned Media,

Trends. Wenig davon beschäftigt sich mit der Zielgruppe.

Stellen Sie die erste Frage im Unternehmen – Was wollen

und können wir mitteilen? – hintan und versuchen Sie es

damit: Was wollen die da draußen eigentlich von uns?

Wer „nichts“ oder „ihre Ruhe“ antwortet, bewegt sich zwar

im gesellschafts- und medienkritischen Mainstream, sollte

sich aber um einen anderen Job bemühen. Denn: „Gerade

weil unser aller Aufmerksamkeit von Werbung, Info und

Unterhaltung geflutet wird, suchen wir Inhalte, die uns

im Alltag auf unseren bevorzugt verwendeten medialen

Plattformen rasch und zielführend weiterhelfen“, sagt

Harald Kopeter, „seien Sie versichert: Zu absolut jedem

Produkt und zu jeder Dienstleistung gibt es wissenswerte,

unterhaltsame, relevante Inhalte für die Zielgruppe, Ihre

‚Persona‘. Lernen Sie sie kennen, schauen Sie, wo Sie sie

treffen, und haben Sie keine Scheu davor, sie mitreden

und mitgestalten zu lassen.“ ¶

Die Kundenmagazine von Media

Markt und Saturn bieten viel Lese-

stoff. Und per Link eine Abkürzung

in den Online-Shop.

Am Anfang war das Wort. Seit

2009 setzten Media Markt und

Saturn in Österreich auf eigene

Kundenmagazine. Mediamagazin

und Saturn Magazin erscheinen

zehn Mal im Jahr mit einer Gesamt-

auflage von 400.000 Stück und

werden in den eigenen Märkten

sowie über Vertriebskooperationen

verteilt. Was als reines Printpro-

dukt begann, hat sich längst zum

crossmedialen Medium entwi-

ckelt und wurde in den letzten

Jahren um multimediale Tablet- und

E-Paper-Ausgaben ergänzt. Für die

Umsetzung des Projektes zeichnet

der Weekend Verlag verantwortlich.

360°-Ansatz

Das Herzstück der crossmedialen

Kommunikationsstrategie stellt

die Produktion der Printausgaben

Soo! muss Kommunikation

dar. Ein Team von kompetenten

Journalisten und Grafikern produ-

ziert monatlich jeweils 100 Seiten

von

Mediamagazin

und

Saturn

Magazin

. Thematisch findet sich

darin ein interessanter Mix aus

Trendthemen, Produktvorstel-

lungen und Reportagen wieder.

Die Redaktion zeichnet auch für

die Tablet-Ausgaben der beiden

Magazine verantwortlich. „Für

diese Editionen, welche für Apple,

Android und Windows verfügbar

sind, werden ausgewählte Artikel

aus dem Print-Produktionsprozess

heraus in puncto Storytelling neu

gestaltet und mit interaktiven

und multimedialen Elementen

angereichert“, sagt Hans Huber,

Geschäftsführer des Weekend

Verlags. Die Ausgaben werden

über die jeweiligen App-Stores

vertrieben.

Multimedia auch am Desktop

Seit 2014 bereichert ein multimedi-

ales E-Paper den Kommunikations-

B E S T P R A C T I C E

!

mix. Dieses ist über die jeweilige

Unternehmensseite aufrufbar.

Inhaltlich identisch mit der Print­

ausgabe, werden interaktive

Elemente in das am PC durch-

blätterbare Magazin eingepflegt.

Dazu gehören Videos, Fotogalerien

und Animationen. Einen beson-

deren Stellenwert nehmen dabei

spezielle Links ein, die direkt in die

Online-Shops von Media Markt und

Saturn verweisen und so den Kauf­

prozess fördern. Die Produktion der

E-Paper-Ausgaben erfolgt unmittel-

bar im Anschluss an die Erstellung

der Printmagazine.

Content für das Web

Die Inhalte aus den Magazinen wer-

den von Media Markt und Saturn in

filetierter Form auch für die Kom-

munikation auf den firmeneigenen

Websites verwendet. „Ein wichtiger

Aspekt ist auch die Verwendung

des Contents in den Social-Me-

dia-Kanälen von Media-Saturn“,

so Hans Huber, „im besten Fall

ziehen sich hier Online- und

Magazin-Medien gegenseitig.“ So

wurde etwa eine österreichweite

Geocaching-Schatzsuche in den

Magazinen angeteasert und online

weitergeführt. Im Gegenzug werden

auch Aktionen der Printtitel im

Internet beworben. Auf diese Weise

lassen sich crossmediale Events

inszenieren, in denen Offline- und

Online-Medien auf intensive Weise

zusammenwirken.

Enge Abstimmung

Ein Erfolgsgeheimnis in der Bewäl-

tigung der komplexen Produk-

tionsstruktur liegt in der engen

Abstimmung zwischen Kunden und

Dienstleister. Sowohl bei Media-Saturn als auch im Weekend Verlag

gibt es konkret eine handelnde

Person, die mit der jeweiligen

Gesamtverantwortlichkeit als

auch Entscheidungskompetenz

ausgestattet ist. Dadurch ergeben

sich kurze Entscheidungs- und

Gestaltungswege.